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Märke & Marktentwicklung

Auf die Anbaufläche bezogen spielt Roggen neben Weizen, Mais und Reis eher eine Nebenrolle. Mit gut 2 Mio. ha europaweit nimmt Roggen in der Anbaustatistik gerade mal knapp 3 % ein. Zu den größten Roggenproduzenten zählen Deutschland, Polen und Russland. Der Hybridroggenanteil variiert von Land zu Land sehr stark. Während die Hybridmarktanteile in Deutschland (70 %), Dänemark (80 %) und Großbritannien (93 %) sehr hoch sind, liegen sie in vielen Ländern Ost-Europas noch auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Die Tendenz ist jedoch europaweit steigend. 

Hauptmärkte

Von 2013 bis 2018 sanken die Anbauflächen von Roggen. Viele Produktionsvorteile von Roggen scheinen bei einigen Landwirten in Vergessenheit geraten zu sein. Roggen wurde von anderen Getreidearten auf die extrem leichten Standorte verdrängt.

Heute ist die Landwirtschaft aber dabei, bisherige Anbauverfahren zu hinterfragen und sich neu auszurichten. Doch ob konventionell, integriert oder ökologisch – professionelle Ackerbaustrategien dürfen das eigentliche zentrale Produktionsziel des Pflanzenbaus nicht aus den Augen verlieren: möglichst hohe Erträge zu realisieren! Die Sensibilität und auch das Engagement der Pflanzenbauer für nachhaltige Anbauverfahren sind gewachsen. Mit der Aussaat 2019 und 2020 wurden wieder europaweit steigende Aussaatflächen im Roggen verzeichnet. So wuchs die Anbaufläche in Deutschland beispielsweise um 5,6 %, obwohl der Anbau von Wintergetreide insgesamt um 3,8 % sank. Roggen ist hier aktuell das einzige Getreide mit einer steigenden Anbaufläche.

Die Gründe sind vielfältig: vermehrter Einsatz in der Schweinefütterung, Futter-/Substratknappheit, fallende Rapsflächen aber auch ganz entscheidend die Ertragssicherheit. Immer wieder zeigen Wetterextreme die Grenzen des Pflanzenbaus auf. Die Wetterextreme nehmen zu und damit auch das Risiko der Ernteverluste oder gar des Ernteausfalls. Hybridroggen ist mit Abstand die effizienteste Getreideart, die bei knappen Wasservorräten und limitiertem Nährstoffangebot die höchsten Erträge erzielt und den geringsten Anspruch an Pflanzenschutzmittelaufwand stellt.

Die Einsatzmöglichkeiten von Roggen sind sehr vielfältig. Viele Vorzüge sprechen für eine weitere Ausdehnung des Roggenanbaus zurück auf die mittleren Standorte.

Das Effizienz Saatgut.

Insbesondere auf Stressstandorten und unter für konventionelle Sorten suboptimalen Anbaubedingungen hat sich das Hybridgetreide als effiziente, ertragreiche und vor allem auch ertragsstabile Fruchtart bewiesen. Je schwieriger die Anbaubedingungen, desto größer ist der Ertragsvorsprung.

Dieses gilt vor allem bei ungünstigen Wetter- und Bodenbedingungen, ungünstigen Vorfrüchten, knapper Nährstoffversorgung und erhöhtem Krankheitsdruck. Dieser Vorteil der Hybriden beruht vornehmlich auf dem besonderen Heterosiseffekt, der zu einem ausgeprägteren Wurzelwerk, stärkerer Bestockungsneigung und Blattentwicklung, sowie einem besseren Kompensationsvermögen nach Stresseinwirkung führt. Im Saatgutvertriebsunternehmen Saaten-Union sind Züchterhäuser formiert, die sich seit Jahrzehnten in die Züchtung von Hybridweizen und Hybridroggen und seit einigen Jahren auch Hybridgerste engagieren. Dieses Engagement ist jetzt im internationalen HySEED-Programm intensiviert und gebündelt worden. Die Zuchtziele sind dabei klar definiert durch das, was der Markt in Zukunft fordern wird: Mehr Leistung und Leistungsstabilität, mehr Effizienz. Die Vorteile, die Hybridroggen und -weizen gegenüber Liniengetreide haben, werden wir Ihnen auf diesen Seiten demonstrieren. Aber auch, auf welcher züchterischen Leistung der Mehrwert der Hybriden beruht. Wir sind davon überzeugt: Hybridgetreide ist prädestiniert, Anbaurisiken zu vermindern, die aufgrund des Klimawandels und sich ständig verschärfender politischer Rahmenbedingungen stetig zunehmen.